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Dogville

Dogville

Dänemark, Frankreich, Schweden (2003)
Laufzeit: 178 Min.
Empfehlung: Ab 14 Jahre
FSK-Freigabe: FSK 12

Details

Lizenzlaufzeit bis: unbegrenzt gültig

Medienart: DVD

Autor: Regie und Buch: Lars von Trier

Sprache: Deutsch, Englisch

Schlagworte: Moral, Gesellschaftskritik, soziale Fragen, Ausbeutung, Missbrauch, Gewalt, Zivilcourage, Leid, Macht, Theater

Themengebiete: Lycée, Familie

Verleih

DVD4183
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Beschreibung

Dogville ist ein abgelegenes Dorf in den Rocky Mountains, während der Zeit der Depression. Ein Einwohner ist der Hobbyschriftsteller Tom Edison. Er will am kommenden Tag vor den Einwohnern einen Vortrag zur Stärkung der Moral halten. Ihm fehlt noch die passende Illustration seiner These, dass die Menschen Probleme im Umgang mit Geschenken hätten. Da taucht eine junge Frau im Dorf auf. Es ist Grace, die von Gangstern verfolgt wird. Tom versteckt sie vor den Gangstern. Diese versprechen ihm eine Belohnung, wenn er die gesuchte Frau findet und ausliefert. Grace wird zu Toms Illustration. Nach einer Abstimmung geben die skeptischen Einwohner Grace zwei Wochen Zeit, sich in Dogville zu bewähren. Auf Toms Anregung hin gewinnt Grace durch Hilfsdienste das Wohlwollen der Gemeinschaft und das Bleiberecht. Ein kleines Einkommen wird ihr zugestanden. Am Nationalfeiertag gesteht Tom Grace seine Liebe. Die Polizei taucht mit einem Fahndungsplakat auf und für die Ergreifung von Grace wird eine Belohnung ausgeschrieben. Die Einwohner Dogvilles halten sie zwar für unschuldig, doch da die Beherbergung einer polizeilich Gesuchten riskant sei, überredet Tom Grace, als Gegenleistung mehr zu arbeiten. Die Stimmung in Dogville kippt allmählich gegen Grace, die wegen der höheren Belastungen auch Fehler bei der Arbeit macht. Die Männer werden zudringlich, die Frauen aggressiv. Schließlich vergewaltigt Chuck, ein treuer Familienvater, Grace. Mit der Hilfe von Tom schmiedet Grace einen Fluchtplan. Ben soll sie heimlich aus dem Dorf bringen. Doch auch Ben vergeht sich an Grace und bringt sie nicht aus dem Dorf. Da man eine erneute Flucht verhindern will, wird Grace an eine schwere Kette gelegt. Sie wird zur Sklavin, muss weiterhin arbeiten und wird nun von den Männern regelmäßig sexuell missbraucht. Auf Toms Drängen versucht Grace bei der Einwohnerversammlung, in der sie aus ihrer Perspektive alles Geschehene offen darlegt, für sich eine menschenwürdige Behandlung zu erwirken. Doch die Einwohner wollen sie nicht länger dulden. Tom versichert gegenüber Grace seine Abkehr von Dogville. Sie führt ihm jedoch die Verlogenheit seiner Motive vor Augen. Er ruft daraufhin die Gangster an. Die Gangster kommen in Autos in Dogville an. Es stellt sich heraus, dass Grace die Tochter des Bandenchefs ist. Sie bittet zunächst ihren Vater um Gnade für die Bewohner Dogvilles; er wirft ihr Arroganz vor, weil sie diese nicht nach den moralisch-ethischen Standards beurteile, die sie an sich selbst anlegen würde. Im Mondlicht sieht Grace die Menschen plötzlich wie entblößt. Sie gibt Anweisung, alle zu töten. Dogville wird ausgelöscht und niedergebrannt. Als Letzter bleibt Tom übrig, den Grace persönlich erschießt. Dreistündige Theateraufführung, die durch eine faszinierende Kameraarbeit sowie die exzellente Montage die Grenzen des Kinos neu definiert. Erzählt wird eine Passionsgeschichte, die sich nicht nur als Tugendprobe bewährt, sondern zugleich hinter die Larve einer bis ins Mark verrotteten Gesellschaft blicken lässt. - Sehenswert.

Originaltitel: Dogville

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